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Immergrün – Tierliebe schreibt man groß

Beschreibung des Inhaltes

Manchmal schreibt man Tierliebe zu groß.  So gibt es  gutmütige Menschen, die zugelaufene, streunende Katzen aufnehmen. Ihr Mitgefühl ist so herzlich, dass sie ihr spärlich, monatliches Einkommen für Futter hingeben. Viele solcher Katzensammler wissen und verstehen gar nicht, dass sie den Katzen damit eigentlich nichts Gutes tun. Wieso ist das nichts Gutes?
Nun, streunende Katzen, die plötzlich eine liebevolle Hand finden, fühlen sich sicher, so dass sie sich gerne vermehren. Dies kann zur Katzenschwemmung führen. Ich habe sie geschrieben,eine wahre Geschichte von streunenden Katzen, die plötzlich auf sich allein gestellt waren, oder doch nicht?

Immergrün

Als wir hierhin zogen, wir kauften hier dies kleines Haus, mit etwas eingezäunten Grundstück. Einen Nachbarn, Herrn Franke (Name geändert), sah ich anfangs gar nicht. Nachts, wenn ich meinen Hund noch mal rausließ, wurde ich häufig erschreckt. Noch jemand war wach, mitten in der Nacht und hackte Holz. Das war sehr gruselig, da es auch stockdunkel war. Hin und wieder, war eine dunkle Gestalt nah an meinem Garten und rupfte Unkraut am Wegrand. Das war Herr Franke . Ich fragte damals die Nachbarn, warum er nur nachts rauskommt? und so sagte man mir: Er sei ein Eigenbrötler, er will mit Niemanden etwas zu tun haben. Irgendwann bin ich unten an der Mauer die Gasse hoch, schaute vorsichtig, bei seinem Grundstück. Da waren vereinzelt sehr scheue Katzen undnach einer Weile sah ich auch Herrn Franke, dem ich „Guten Tag“ sagte, aber er antwortete nicht. Er blieb still und schaute nur. Ein Eigenbrötler oder ein Mensch, der in sich gekehrt war?

Man sah, dass er in sehr ärmlichen Verhältnissen lebte. Ein Mensch im Rentenalter, sehr schlicht gekleidet.  Später bekam ich von meinem Mann eine Kamera. Damit wollte ich viele Fotos machen, von allem was ich so sehe, meinen Tieren und meiner Familie. Tatsächlich fotografierte ich, sowie ich die Kamera hatte, wahnsinnig viel. Und so kam es, dass ich öfter am Tag zu Herrn Frankes Grundstück kam, um zu fotografieren.

Auch an der Makrofotografie hatte ich Freude, seine Gänseblümchen und Insekten waren für mich sehr interessant . Sein Garten war so zugewachsen und verwildert, dass sogar Eidechsen sich dort sicher fühlten.

Manchmal dachte ich, man könne dort mal mit der Sense dran und darin aufräumen – so schaut es gleich freundlicher aus, aber es blieb zugewachsen. Er war meist gar nicht zusehen. Ich grüßte ihn imme, ich verschwand aber auch genauso schnell, da er mir unheimlich war, da er immer so still war. Doch er hatte Katzen, die er wohl sehr liebte. Ein Mensch, der Tiere liebt, konnte doch kein bösartiger Mensch sein. Für seine Katzen brachte er Futter und fütterte sie und schon war er wieder im Haus verschwunden.

Da ich nie jemanden sah, der mit ihm redete, versuchte ich ein wenig Kontakt aufzubauen. Ich wollte ihn aus seiner stillen Welt rausholen . So traute ich mich irgendwann an seine Tür und fragte, ob ich ein wenig Bodendecker von der Mauer für meinen Garten mitnehmen dürfe. Sein Bodendecker wuchs schon über die Mauer und die Gasse entlang. Er gab zunächst keine Antwort und er wirkte sehr zögernd, worauf auch ich selbst sehr unsicher reagierte. Schließlich erlaubte er mir dies und betonte ich dürfe nur ganz wenig davon wegnehmen. Und dann sagte er ganz ernst: „Immergrün“… Immergrün? Ich wurde aufmerksam und merkte sehr rasch durch sein Reden, dass seine Persönlichkeit die eines Kindes war. Er liebt die Natur, dachte ich mir. Ja, es sollte immergrün sein und ich wusste sicher, ich wollte noch weniger wegnehmen vom Bodendecker als die Menge, die er mir erlaubte. So bleibt Immergrün erhalten.

An einem Nachmittag war er an meinem Garten, den ich gerade richtig schön sauber gemacht hatte, und warf mir sein Unkraut, das er an seinem Wegrand rupfte, in meinen Garten. Ich ging leise näher, um mich davon zu überzeugen, ob er mir wirklich da sein Unkraut reinwarf. Dem war tatsächlich so und ich stellte mich hinter ihn, um ihm dabei zuzuschauen. Plötzlich drehte er sich zu mir um, sah mich und grinste mich an.

Er meinte, das müsse man wegmachen und ich nickte . Ich konnte gar nicht böse auf ihn sein, weil ich ihn ja ertappt hatte und es ihm eh schon sehr unangenehm gewesen sein musste.

Dennoch wirkte er völlig unschuldig auf mich,  obwohl das abgerupfte Unkraut in meinen Garten geworfen worden war.  Wieder erkannte ich dieses schöne kindliche Wesen in einem erwachsenen Menschen.  An einem Sommertag stand er auf seinem Grundstück nur wenige Meter weg von der Mauer von uns entfernt. Das Unkraut reichte ihm bis zur Brust und ich bemerkte ihn erst nicht. Ich erschrak enorm.

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Abspann

Herr Franke wusste, wozu "Immergrün" wichtig ist.
Ich habe im Nachhinein verstanden, was er damals mit damit meinte,  war es der Schutz für seine Katzen. Schutz für streunende Katzen. Aber ist das wirklich Schutz?
"Immergrün" , ein wirklicher Tierliebhaber füttert nicht nur Katzen an, er läßt sie auch  impfen, entwurmen und kastrieren  damit es nicht zur Inzucht oder gar zu einer Katzenschwemmung kommt.

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